
Was die Beziehungen zwischen Jung und Alt bestimmt

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Das Projekt befasst sich mit dem Wandel und der Stabilität von Vorstellungen über Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen in der Schweiz seit 1832.
Hintergrund Die historische pädagogische Forschung untersuchte bisher hauptsächlich veränderte Lebensverhältnisse von Kindern und Jugendlichen oder Konzeptionen von Kindheit und Jugend. Wie die veränderten Lebensverhältnisse mittels Kommunikation Kindheit und Jugend beeinflussen und institutionalisieren, wurde kaum erforscht. Als grossen Mangel historischer Kindheitsforschung lässt sich der fehlende Einbezug soziologischer Theorien gesellschaftlichen Wandels feststellen.
Ziele Mittels einer Analyse von Lesebüchern der Mittelstufe, Diskussionen in pädagogischen und literarischen Zeitschriften sowie Debatten im Bundesparlament können Diskurse um Inhalte und somit um Vorstellungen und Konstruktionen von Kindheiten, Jugend und Generationenbeziehungen sichtbar gemacht werden. Aus der Analyse sollen Erkenntnisse über die Konstruktionen von Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen gewonnen werden, um der Frage nach Gleichheit, Freiheit und Sicherheit, die bis anhin für Kinder und Jugendliche nicht realisiert werden konnte, einen Schritt näher zu kommen.
Methoden/Vorgehen Die Texte werden mittels einer zusammenfassenden und strukturierten Inhaltsanlayse nach Mayring analysiert. Diese beruht auf theoriegeleiteten Kateogorien. Die Analyse wird durch eine Access Datenbank unterstützt. Als zusätzliches Quellenmaterial werden Bilder von deutschsprachigen schweizerischen Künstlern hinzugezogen.
Bedeutung Die Arbeit stellt eine breite theoretische Grundlage über Vorstellungen von Kindheit und Jugend zusammen. Die Verbindung der Diskurse mit einer Theorie sozialen Wandels führt zu einem übergreifenden Verständnis der historischen Bedingtheit von Kindheit und Jugend. Die Anwendung der Theorie konfliktiver Evolution (Bornschier 1998) dient ihrer Überprüfung, ihrer Kritik oder ihrer Bestätigung. Diese Arbeit ist ein wichtiger pädagogischer Beitrag zur Bestimmung pädagogischer Sprachen sowie ein Beitrag zur Verifizierung einer soziologischen Theorie.
Projektdauer: 01.04.2003–31.08.2005
Bewilligtes Projekt: CHF 59 287
Proposal no.: 405240-68981
Anschrift des Hauptgesuchstellers: Prof. Jürgen Oelkers Pädagogisches Institut, Abteilung Allgemeine Pädagogik Universität Zürich Gloriastrasse 18a 8006 Zürich Tel. 01 634 25 92 Fax 01 634 43 52 E-Mail oelkers@paed.unizh.ch
Publikationen
Wicki, M. (2008), Gleichzeitig Ungleichzeitig. Stabilität und Wandel von Vorstellungen über Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen. Bern: Peter Lang 2008.
Wicki, M. (2007), What determines the relationship between young and old? Stability and change of imagina-tions about childhood, youth and intergenerational relationships in Switzerland between 1884 and 2000. In: Stories for children, histories of childhood. Papers from the GRAAT Conference Tours 18-Nov. 2005. Tours: PUFR Presses Universitaires Francois-Rabelais, 15 -140
Wicki, M. (2006), Die Mütter, Hüterinnen der sittlichen Ordnung und Ursache des gesellschaftlichen Nieder-gangs. In: Heinze, C., Matthes, E. (Hrsg.), Die Familie im Schulbuch. Beiträge zur historischen und syste-matischen Schulbuchforschung, Bad Heilbronn: Klinkhardt, S. 65-88

Dokumente:

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Oelkers_poster.pdf Oelkers_poster.pdf (115KB) |
12.01.2005 |
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Summary Projekt Oelkers Oelkers_Summary_d.pdf (316KB) |
11.04.2006 |
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